Unterwegs in Kanada

Hochhäuser in Vancouver

Von Seattle nach Kanada. Ich war sehr gespannt auf den Vergleich der beiden Metropolen Seattle und Vancouver, die beiden Städte sind Nachbarn an der Ostküste Nordamerikas, mit dem Auto ist man in cirka zweieinhalb Stunden von einer in der anderen. Im Vergleich zu Seattle wirkte Vancouver auf mich aufgeräumter, cleaner, aber auch entspannter. Beispelsweise machte ich in den US of A meist einen großen Bogen um Police Officers, während mir ihre kanadischen Pendants so freundlich und harmlos erschienen, dass ich sie gerne um einen Rat fragte. Die Innenstadt, die zu einem guten Teil aus Hochhäusern besteht, ist auch nachts belebt – anders als viele us-amerikanische Innenstädte – da sich in den Hochhäusern nicht  nur Büros, sondern auch sehr viele Wohnungen befinden. Vancouver hat dem, der es sich leisten kann, viel zu bieten: ein reichhaltiges Musik-, Kunst- und Theaterangebot, den riesengroßen, faszinierenden Stanley Park, und eine sehr abwechslungsreiche Landschaft in nächster Nähe. Meine Gastgeberin auf Vancouver Island hatte mir eingeschärft, unbedingt die Gegend um die East Hastings Street zu meiden, da sich dort eine Menge Junkies und kaputte Existenzen rumtreiben würden. Natürlich landete ich – rein zufällig – gleich am ersten Tag meiner Stadterkundung genau da. Hier findet man die Gestrandeten, die auch diese Stadt aufzuweisen hat: Drogenkranke, Betrunkene,offensichtliche psychisch gestörte Menschen, die wild gestikulierend oder vor sich hin brabbelnd das Pflaster bevölkern, am hellichten Tag. Ein zwei Straßen weiter ist schon wieder alles sauber und geleckt, dann kommt Vancouvers faszinierende Chinatown, eine der größten außerhalb Chinas.

Victoria auf Vancouver Island

Mit der Fähre von USA nach Kanada. Eine sehr entspannte Art, von den USA nach Kanada einzureisen, ist die Fähre von Seattle nach Victoria auf Vancouver Island, wo ich ein paar Tage verbrachte, bevor es nach Vancouver ging. Victoria ist ein verschlafener kleiner Ort im Süden der recht großen Insel Vancouver Island, die sehr britisch und etwas rentnerlastig daherkommt. Vielleicht so ein kanadisches Blankenese, denke ich gerade, mit einem milden Klima, atemberaubender Landschaft und gutem Essen. Wem es mal langweilig wird, setzt sich in die Fähre und ist in zwei, drei Stunden im quirligen Vancouver.

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